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WS 2012/13

 Didaktisches Kolloquium

Vorträge

  • 04. Februar 2013 - Experimentelles Denken von Schülerinnen und Schülern im Fach Mathematik, Dr. Kathleen Philipp, Institut für Mathematische Bildung Freiburg, Pädagogische Hochschule Freiburg
    Mathematiker formen Hypothesen nicht etwa durch Ableitung aus bestehenden Sätzen, sondern in der quasi-experimentellen Arbeit mit Beispielen. Sie explorieren Gegenstandsbereiche, generieren Hypothesen und überprüfen diese. Solche fundamentalen kognitiven Prozesse sind auch die Grundlage experimentellen Denkens von Schülerinnen und Schülern. In einer Interviewstudie wurden experimentelle Prozesse Lernender analysiert und konzeptualisiert. Auf der Basis eines auf diese Weise empirisch gestützten Theorierahmens "innermathematischen Experimentierens" wurde darüber hinaus eine Lernumgebung entwickelt, um experimentelle Prozesse zu fördern. Diese wurde im Rahmen einer Interventionsstudie erprobt. Ergebnisse beider Studien werden im Vortrag vorgestellt.
  • 29. Oktober 2012 - Metagognitive und diskursive Aktivitäten im Mathematikunterricht, Prof. Dr. Christa Kaune, Institut für Kognitive Mathematik, Fachbereich Mathematik, Universität Osnabrück
    Ergebnisse internationaler Vergleichsuntersuchungen haben gezeigt, dass dem Ausmaß von metakognitiven und diskursiven Aktivitäten eine herausragende Rolle zur Erklärung des Lernerfolgs (im Mathematikunterricht) zukommt. Im Vortrag werden am Beispiel von Unterrichtsszenen verschiedene Mathematikstunden hinsichtlich des Vorkommens von metakognitiven Aktivitäten verglichen. Zudem wird gezeigt, wie Lehrkräfte in die Lage versetzt werden können, metakognitive Prozesse bewusster wahrzunehmen und wie man ihnen Interventionsmöglichkeiten zur Verbesserung der Qualität des Unterrichts aufzeigen kann.
  • 02. Juli 2012 - Heuristisches Training in einer Unterrichtseinheit zum Satz des Pythagoras (Dirk Brockmann-Behnsen & Prof. Dr. Thomas Gawlick, IDMP Leibniz Universität Hannover)
    Niedersächsische Schülerinnen und Schüler sollen sich laut Kerncurrciulum auch mit Heuristik beschäftigen. Sie wählen "geeignete heuristische Strategien wie Zerlegen in Teilprobleme, Spezialisieren und Verallgemeinern, Systematisieren und Strukturieren zum Problemlösen aus und wenden diese an". Das heuristische Arbeiten entwickelt sich aber nicht von selbst! Um es 
    effektiv zu trainieren, braucht man geeignete Beispielaufgaben zum Üben - und anschließend Unterrichtsphasen, in denen explizit thematisiert wird, wie der jeweilige Heurismus eingesetzt wird und wozu er nützlich ist. 
    Das Hannoveraner Projekt HeuRekAP (Heuristische Rekonstruktion von Aufgaben zum Problemlösen) entwickelt und erprobt derzeit ein solches Trainingskonzept für die Klassen 8 und 9. Im Workshop wird vorgestellt, wie die Schülerinnen und Schüler nach mehrmonatigem Training anhand von Elektronischen Arbeitsblättern verschiedene Beweisvarianten des Pythagoras erarbeiten. Anschließend wird an Beispielen und Video-Mitschnitten aus dem Unterrichts gezeigt, wie der Pappussche Flächensatz, eine Verallgemeinerung des Pythagoras, in einer einfachen, handlungsorientierten Herleitung entdeckt werden kann und wie sich der Pythagoras wiederum als Spezialfall ergibt.
  • 18. Juni 2012Charakteristika argumentativen mathematischen Erklärens (Dr. Eva Müller-Hill, Seminar für Mathematik und ihre Didaktik, Universität Köln)
  • 23. Januar 2012 - Heuristische Rekonstruktion – Heuristische Instrumentation (Prof. Dr. Thomas Gawlick, IDMP, Leibniz Universität Hannover) Heuristik im regulären Unterricht mit DGS – das Projekt HeuRekAP (Dirk Brockmann-Behnsen, IDMP, Leibniz Universität Hannover; Bismarckschule Hannover)
  • 16. Januar 2012 - Ko-Konstruktion in mathematischen Problemlöseprozessen (Prof. Dr. Birgit Brandt, IDMP, Leibniz Universität Hannover; Goethe Universität Frankfurt)

Ort der Vorträge

Welfengarten 1, F 428 (4. Ebene)
Zeit aller Vorträge - sofern nicht anders gekennzeichnet - Montag ab 17:30 Uhr
ab 17:00 Uhr Kaffee & Kekse (Räume des IDMP)