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27.04.2006, Von Zufall, Funktionen und Modellen : Vernetztes Lernen im Mathematikunterricht

Joachim Engel, Universität Hannover, Welfengarten 1, 30167 Hannover, Raum B 305, 17-19 Uhr

11.05.2006, Bildungsstandards und Kerncurricula für den Mathematikunterricht in der Grundschule

11.05.2006, Klaus Hasemann, Universität Hannover, Bismarckstr. 2, 30173 Hannover, Raum I/216, 17 - 19 h

Die von der Kultusministerkonferenz (KMK) beschlossenen „Bildungsstandards im Fach Mathematik für den Primarbereich“ sind seit Beginn des Schuljahres 2005/6 für alle Bundesländer verbindlich. In Niedersachsen werden auf der Grundlage dieser Standards zur Zeit „Kerncurricula“ formuliert, die die alten Rahmenrichtlinien ersetzen werden. Die neuen Bildungsstandards und Kerncurricula unterscheiden sich von Rahmenrichtlinien insbesondere dadurch, dass im Zentrum weniger die im Mathematikunterricht zu behandelten Inhalte stehen, sondern mehr die bei den Schülerinnen und Schülern bis zu einem gewissen Zeitpunkt (z. B. bis zum Ende des 4. Schuljahres) zu erreichenden (prozess- und inhaltsbezogenen) Kompetenzen. Dieser Kompetenzbegriff, der Aufbau der Bildungsstandards und der Kerncurricula sowie Beispielaufgaben werden im Vortrag vorgestellt und diskutiert. Außerdem wird auf die laufenden Evaluierung der Bildungsstandards eingegangen. 

15.06.2006, Entwicklung von Fähigkeiten als Voraussetzung für erfolgreiches Mathematiklernen

15.06.2006, Andrea Schulz, DUDEN PAETEC Institut für Lerntherapie, Berlin, Bismarckstr. 2, 30173 Hannover, Raum I/216, 17 - 19 h

Jedes Kind kann erfolgreich Mathematik lernen. In der 1. Klasse müssen dafür die Voraussetzungen geschaffen werden. Kinder mit Lernschwierigkeiten sind in ihrer Entwicklung oft zurück und können sich deshalb wichtige mathematische Grundlagen nicht aufbauen. Sie werden und bleiben zählende Rechner. Um ihnen dauerhaft zu helfen, müssen ihre Fähigkeiten weiterentwickelt und auf dieser Grundlage mathematisches Verständnis neu aufgebaut werden. Im Vortrag werden diese Probleme erörtert und Wege zu ihrer Überwindung aufgezeigt.

29.06.2006, Empirische Studien zum Lernen und Lehren von Physik

29.06.2006, Claudia von Aufschnaiter, Universität Hannover, Bismarckstr. 2, 30173 Hannover, Raum I/216, 17 - 19 h

Diskussionen um Kriterien „guten“ (naturwissenschaftlichen) Unterrichts werden zurzeit immer wieder geführt. Ganz wesentlich für ein Urteil über Unterricht sind die Wirkungen der Lernangebote auf die kognitiven und affektiven Prozesse der Schüler. Der Forschungsansatz der Physikdidaktik bezieht sich deshalb ganz explizit auf die Handlungs-, Denk- und Lernprozesse von Schülern sowie auf die Wechselwirkung dieser Prozesse mit Lernangeboten. Im Vortrag werden das Forschungsprogramm der AG Didaktik der Physik vorgestellt, in seinem Ansatz begründet und Implikationen für Forschung und Lehre benannt.

06.07.2006, Auftrieb und Wirbeldichte beim Fliegen

06.07.2006, Wolfgang Send, DLR-Institut für Aeroelastik, Göttingen (German Aerospace Center), Bismarckstr. 2, 30173 Hannover, Raum I/216, 17 - 19 h

Zu den Gründen, aus denen viele Lehrende vor dem Unterrichten der "Physik des Fliegens" zurückschrecken, zählt die ungeklärte Rolle der Wirbel als Voraussetzung für die Entstehung von Auftrieb: Zumeist bildet die sogenannte reibungsfreie Strömung die Grundlage der Erklärung, in der gar keine Wirbel vorhanden sein sollten, die aber gleichwohl eine Auftriebskraft auf eine Tragfläche ausübt. In vielen Lehrbüchern wird auch nur ein zweidimensionaler Schnitt durch eine Tragfläche behandelt. Dieser Zugang ist historisch entstanden, aber unverändert berechtigt; andererseits sind die Tragflächen eines Flugzeugs immer endlich lang. Diese Widersprüche lassen sich sowohl mathematisch wie von der physikalischen Anschauung ausnahmslos aufklären. Da die Gründlichkeit der Aufklärung an allgemein bildenden Schulen ihre Grenzen hat, sollten die plausiblen Erklärungen aber wenigstens einen richtigen Kern umreißen. Der Vortrag trägt die Kernsätze zusammen, die für den Autor den physikalisch korrekten Zusammenhang von Auftrieb und Wirbeldichte kennzeichnen. Daraus werden plausible Erklärungen abgeleitet, die mit historischen und aktuellen Beobachtungen untermauert werden. Dazu zählen auch großräumige Analysen des Strömungsfeldes hinter einer Tragfläche, wie sie u.a. die so genannte Particle Image Velocimetry (PIV) liefert.

13.07.2006, Drehen - Wenden - Umstülpen. Ein phänomenologischer Exkurs in den Raum unserer Vorstellungen vom "Raum"

13.07.2006, Frank-Rüdiger Walter, Universität Hannover, Bismarckstr. 2, 30173 Hannover, Raum I/216, 17 - 19 h

26.10.2006, Das Verdrängungskonzept - aus der Luftfahrtpraxis für die Schulpraxis

26.10.2006, Hilmar Ebinghaus, Universität Hannover, Bismarckstr. 2, Raum I/216,
17 h

Durch das Verdrängungskonzept lassen sich zahlreiche Phänomene in Luft und Wasser durch die Wechselwirkung zwischen Körper und umgebendem Medium darstellen.

09.11.2006, Mathematische Kompetenzen von Fünfjährigen im internationalen Vergleich

 09.11.2006, Andrea Peter-Koop, Universität Oldenburg, Bismarckstr. 2, Raum I/216, 17 h

In Niedersachsen ist seit Beginn des Jahres der "Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer Tageseinrichtungen für Kinder" in Kraft, der explizit auch einen Lernbereich "Mathematisches Grundverständnis" ausweist. Eine besondere Herausforderung in Bezug auf vorschulische Bildung im Bereich Mathematik liegt in der Prävention von mathematischen Lernschwierigkeiten. In einer auf drei Jahre angelegten Längsschnittstudie (2005 - 2008) werden in diesem Zusammenhang die Effekte vorschulischer Förderung im Hinblick auf die Leistungen im mathematischen Anfangsunterricht untersucht. Ziel der Studie ist es zu untersuchen, inwieweit es möglich ist, sogenannte "Risikokinder" im Hinblick auf mögliche Schwierigkeiten beim Mathematiklernen ein Jahr vor ihrer Einschulung zu identifizieren und noch im Kindergarten entsprechend zu fördern. Im Vortrag werden die Ergebnisse der Befragung von rund 850 Kindergartenkindern (Fünfjährige) mit Hilfe eines in Australien entwickelten diagnostischen Interviews vorgestellt und mit entsprechenden Daten aus Interviews mit rund 1450 australischen Kindern verglichen. Ferner wird das Verfahren der Identifizierung potenzieller Risikokinder vorgestellt und diskutiert und ein Ausblick auf die aktuell laufenden Fördermaßnahmen gegeben.

23.11.2006, Bildungsstandards - Aufgaben - Notebookeinsatz

23.11.2006, Dirk Tönnies, Universität Hannover, Bismarckstr. 2, Raum I/216, 17 h

Seit diesem Schuljahr sind auch in Niedersachsen die Bildungsstandards in Form von Kerncurricula für die Schulen verbindlich. Was bedeutet dies für den Mathematikunterricht? Um dieser Frage nachzugehen, wurden an acht Schulen ein Jahr lang Unterrichtsstunden hospitiert und die eingesetzten Aufgaben anhand einer Klassifikation, die als Grundlage die Bildungsstandards hat, klassifiziert. Im Mittelpunkt stand hierbei die Frage, inwieweit die Schwerpunkte der Bildungsstandards bereits im Unterricht umgesetzt werden. Insgesamt wurden ungefähr einhundert Unterrichtsstunden auf Video aufgezeichnet und ausgewertet. Beteiligt waren Schulen aus den Bereichen des Gymnasiums, der Realschule und der Hauptschule. Da alle Schulen am "1000mal1000" Notebookprojekt von N21 teilnehmen, wurden zusätzlich die Veränderungen durch den Computer, die sich in der Behandlung der Aufgaben widerspiegeln, untersucht. In diesem Vortrag werden erste Ergebnisse der Untersuchung vorgestellt.