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17.01.2008, Der Stoff, aus dem die Kurven sind - Kreatives Lernen im Geometrieunterricht mit dem "Baumstoff-Bauplan-Prinzip"

17.01.2008, Hartmut Müller-Sommer, Vechta, Welfengarten 1, Ebene 4 (2. Stock), Raum F 407, Donnerstag, 17.01.2008, 17.15 Uhr

Durch kreatives Experimentieren mit einem dynamischen Geometriesystem erscheinen Kurven und Figuren unter neuen Blickwinkeln: Wir können sie als „Funktionendepots“ interpretieren. Dabei lassen sich die Funktionen als „Baustoffe“ auffassen, aus denen wir mit einfachen „Bauplänen“ neue Kurven erzeugen können. Der Vortrag zeigt, wie man einerseits mit Hilfe dieser neuen Kurven überraschende Eigenschaften der Ausgangskurven entdecken und andererseits aus den „Baustoffen“ und „Bauplänen“ neue Interpretationsmöglichkeiten für die erzeugten Kurven gewinnen kann. Dass mit dem „Baustoff-Bauplan-Prinzip“ neue Wege zu „alten“ Inhalten des Geometrie-unterrichts der Sekundarstufe I eröffnet werden, soll im ersten Teil des Vortrags anhand von unterrichtspraktischen Beispielen gezeigt werden. Der zweite Teil des Vortrags geht über den Unterrichtsstoff der Sekundarstufe I hinaus und beschreibt überraschende Zugänge zu höheren Kurven.

24.01.2008, "Nieder mit der FORMEL! - Hoch lebe die FORMEL!"

 24.01.2008, Frank-Rüdiger Walter, Leibniz Universität Hannover, Welfengarten 1, Ebene 4 (2. Stock), Raum F 407, Donnerstag, 24.01.2008, 17.15 Uhr

24.04.2008, Die Physikdidaktik des Datenschutzes - Kontextorientierter und fächerübergreifender Unterricht am Beispiel von RFID

24.04.2008, Bernd Weferling, Leibniz Universität Hannover, Welfengarten 1, Raum F 407 (Ebene 4), Donnerstag, 24. April um 17.15 Uhr

Der Vortrag thematisiert kontextorientierten, fächerübergreifenden Physikunterricht zum Thema Elektromagnetismus/Elektronik am Beispiel RFID. Diese zunehmend an Bedeutung gewinnende Technologie wird dafür zunächst erläutert und ihre Anwendungsmöglichkeiten sowie gesellschaftliche Bedeutung werden am Beispiel des Themas Datenschutz erörtert. Der Vortrag befasst sich dabei auch mit Fragen der Begründung von Physikunterricht und seinen Inhalten.

08.05.2008, Logik und Mathematik - aus der Geschichte einer Beziehung

08.05.2008, Roman Murawski, Universytet im. A. MICKIEWICZA Poznan, Welfengarten 1, Raum F 407 (Ebene 4), Donnerstag, 8. Mai 2008 um 17.15 Uhr

In dem Vortrag werden die Beziehungen zwischen Logik und Mathematik (in der Geschichte) nachgezeichnet und kommentiert. In der Antike und im Mittelalter waren Logik und Mathematik unabhängig voneinander. Im 17. Jahrhundert taucht (bei Leibniz) die Idee der Mathematisierung der Logik auf. Diese wurde im 19. Jahrhundert von Boole und De Morgan mit Hilfe der Algebra entwickelt. Ende des 19. Jahrhunderts entsteht die mathematische Logik als Teil der Mathematik und gleichzeitig als die Methode der Mathematik bis zu der Behauptung, dass Mathematik in der Tat einfach Logik sei. Es wird auch dargestellt, wie man heute die Beziehungen zwischen Logik und Mathematik versteht.

22.05.2008, Einige Phänomene der Umstülp-Geometrie - ästhetisch, ökologisch, mathematisch

22.05.2008, Robert Byrnes, Edinburgh University / Devon, Welfengarten 1, Raum F 407 (Ebene 4), Donnerstag, 22. Mai um 17.15 Uhr

Seit der Entdeckung des Umstuelpbaren Würfels in 1929 (Paul Schatz), sind die verschiedensten umstuelpbaren Modelle entwickelt worden. Auch hartnaeckige Vermeider der Mathematik empfinden diese Modelle – mit ihren Symmetrien und reichen verwandtschaftlichen Beziehungen untereinander - als Kunst, Wissenschaft, Zauberei (ohne Tricks) und sogar als schoene Mathematik. Eine Auswahl von umstuelpbaren Modellen wird vorgefuehrt (von den eher spielerischen Modellen bis hin zu den eleganten platonisch-umstuelpbaren Modellen), um die bisher erkannten Arten der Umstuelpung zu veranschaulichen. Der Ursprung der Umstuelp-Geometrie in einem aesthetischen Mathematisieren wird skizziert mit Hinweisen auf deren technologische und oekologische Anwendung. Bekanntlich ist eine geschlossene Kette von weniger als sieben mit Drehgelenken verbundenen Elementen - dem Kutzbach-Gruebler-Kriterium nach - starr. Die linien-geometrischen Bedingungen fuer die sogenannte paradoxe Beweglichkeit einiger solcher Ketten werden kurz behandelt.

29.05.2008, Philosophische und soziologische Aspekte der Mathematik, die eine Lehrkraft kennen sollte

29.05.2008, Susanne Prediger, Universität Dortmund, Welfengarten 1, Raum F 407 (Ebene 4), Donnerstag, 29. Mai um 17.15 Uhr

Gerade reformorientierte Ansätze für den Mathematikunterricht müssen sich immer wieder mit (Schüler- und Eltern-)Fragen auseinandersetzen, was Mathematik im Kern eigentlich ist. Damit Lehrkräfte darauf nicht nur mit einem oberflächlichen Verweis auf das Schlagwort der Mathematik als Prozess reagieren können, sollten sie im Studium Gelegenheit gehabt haben, sich mit Fragen der Philosophie und Soziologie der Mathematik auseinander zu setzen. Der Vortrag zeigt einige aus didaktischer Sicht wichtige Aspekte auf, die über den traditionellen Kern der Philosophie der Mathematik hinaus gehen.

12.06.2008, Räumliche Rotation in der Grundschule : Hürden, Hindernisse und Hilfen auf dem Weg zu einer Förderung des räumlichen Vorstellungsvermögens

12.06.2008, Simone Reinhold, Grundschule Grasdorf, Laatzen, Welfengarten 1, Raum F 407 (Ebene 4), Donnerstag, 12. Juni um 17.15 Uhr

Das gedankliche Operieren mit Würfelkonfigurationen und anderen geometrischen Objekten spielt eine zentrale Rolle im Geometrieunterricht der Grundschule. Im Vortrag wird dazu ein Modell vorgestellt, das zur Beschreibung individueller Strategien bei der mentalen Rotation von Würfelkonfigurationen herangezogen werden kann. Auf der Grundlage dieses Modells soll zudem der Frage nachgegangen werden, welche Hürden Aufgaben mit mentaler Rotation für Kinder im Grundschulalter beinhalten. Welche Hilfen sind sinnvoll, um räumliche Vorstellungskompetenzen in diesem Bereich zu schulen?

03.07.2008, Intuitionen - ein häufiges Phänomen beim Problemlösen mathematisch begabter Grundschulkinder

 03.07.2008, Friedhelm Käpnick, Westfälische Wilhelms-Universität MÜnster, Welfengarten 1, Raum F 407 (Ebene 4), Donnerstag, 3. Juli um 17.15 Uhr

Ausgehend von Fallbeispielen werden zunächst wesentliche Aspekte des Begriffs „Intuition“ und ihre besondere Bedeutung beim Finden neuer Erkenntnisse sowie verallgemeinernd beim Problemlösen herausgestellt. Im Weiteren werden verschiedene, von mir in unseren Förderprojekten beobachtete und analysierte „Indizien“ bzw. Erscheinungsformen für Intuitionen beim Problemlösen mathematisch begabter Grundschulkinder exemplarisch aufgezeigt und Hypothesen zur Bedeutung, zur individuellen Ausprägung und zum Umgang mit intuitiven Problemlösephasen aufgestellt. Hierbei wird erkennbar werden, dass intuitive Problemlöseprozesse auch im regulären Unterricht bei weniger begabten Kindern auftreten können und dass der Umgang mit solchen besonderen Löseprozessen hohe Anforderungen an eine Lehrerin bzw. einen Lehrer stellt.

10.10.2008, Didaktisches Kolloquium zur Verabschiedung von Prof. Dr. Thomas Bedürftig

10.10.2008, Prof. Dr. Klaus Hasemann, Bismarckstraße 2, Raum I 221

Beginn: 15.30: Begrüßung durch Prof. Dr. Klaus Hasemann, dem Geschäftsführenden Leiter des Instituts. 15.45: Was heute in der Philosophie der Mathematik stattfindet: Vortrag von Prof. Dr. Roman Murawski, Universytet im. A. MIECKIEWICZA, Poznan. 16.30: Pause mit Kaffee, Tee und Kuchen. 17.00: Weniges zum Zahl-Reichen: Vortrag von Prof. Dr. Bernd Zimmermann, Universität Jena. 17.45: Entlassung: Es spricht Prof. Dr. Thomas Bedürftig.

24.11.2008, Fragen zur Identifikation besonderer mathematischer Begabung im Grundschulalter

24.11.2008, Prof. Dr. Marianne Nolte, Universität Hamburg, Welfengarten 1, F 428 (4. Ebene), Montag, 24.11.08, 17.30 Uhr

Müssen mathematisch besonders begabte Kinder hochbegabt sein? In dem Vortrag werden Fragen zur Problematik verschiedener Verfahren der Identifikation von besonderer mathematischer Begabung anhand der Ergebnisse der Talentsuchen im PriMa-Projekt (Förderprojekt für Grundschulkinder mit besonderen mathematischen Begabungen an der Universität Hamburg) erörtert. Die unterschiedlichen Anforderungen an mathematische Inhalte in Intelligenztests und in Problemlösesituationen werden anhand eines Aufgabenbeispiels aus unseren Materialien verdeutlicht.

03.12.2008, Keine Pyramide ohne Mathematik : Vom Nutzen einer Wissenschaft im Alten Ägypten

03.12.2008, Prof. Dr. Annette Imhausen, Johannes Gutenberg Universität Mainz, Vortragssaal des Kestner Museums (Trammplatz 3, 30159 Hannover), Mittwoch, 03.12.08, 18.30 Uhr

Die erhaltenen monumentalen Grab- und Tempelbauten, allen voran die drei großen Pyramiden von Giza des Alten Reichs (2686-2160 v. Chr.) werfen Fragen nach der Mathematik auf, die zu ihrer Konstruktion verwendet wurde. Eine Dokumentation ihres Bauvorgangs ist jedoch nicht erhalten. Trotzdem gehört das pharaonische Ägypten zu den frühesten Kulturen, aus denen uns mathematische Texte überliefert sind, die allerdings erst aus der Zeit des Mittleren Reiches (2055-1650 v. Chr.) stammen. Der Vortrag wird versuchen anhand der erhaltenen hieratischen mathematischen Texte (ca. 1800 v. Chr.) darzustellen, wie entsprechende Probleme bewältigt wurden. Dabei werden die Grundzüge der ägyptischen Mathematik anhand von ausgewählten Beispielen im Vergleich mit unserer modernen Mathematik aufgezeigt.

15.12.2008, Naturwissenschaftsdidaktische Forschung - unverzichtbare Grundlage für die Verbesserung der Unterrichtsqualität

15.12.2008, Prof. Dr. Dr. h.c. i.R. Reinders Duit, IPN Kiel, Welfengarten 1, F 428 (4. Ebene), Montag, 15.12.08, 17.30 Uhr

Es wird ein Konzept naturwissenschaftsdidaktischer Forschung vorgestellt, das sich am Modell der Didaktischen Rekonstruktion orientiert. Das wichtigste Ziel fachdidaktischer Forschung ist im Rahmen dieses Konzepts, das Lehren und Lernen in der Praxis -- sei es in der Schule, in der Universität oder in außerschulischen "Lernorten" -- zu verbessern. Fachdidaktik wird als eine Disziplin verstanden, die sich auf eine Vielzahl von "Referenzdisziplinen" stützt, nämlich das Fach, Wissenschaftsgeschichte, Wissenschaftstheorie, Psychologie, Pädagogik und weitere Sozialwissenschaften. Fachdidaktik ist also eine interdisziplinäre Disziplin -- der es leicht passieren kann, zwischen allen Stühlen zu sitzen. Die enge Wechselwirkung zwischen Forschung, Entwicklung und Verbesserung der Praxis wird am Beispiel der Videostudie Physik des IPN und zweier Projekte zur "Lehrerprofessionalisierung" (/Videointervention/ und /Physik im Kontext/) illustriert.