• Zielgruppen
  • Suche
 

25.01.2010, Ohne "Struktursinn" kein erfolgreiches Mathematiklernen - Ergebnisse einer empirischen Studie zur Bedeutung von Mustern und Strukturen am Schulanfang

25.01.2010, Miriam Lüken, IDMP Leibniz Universität Hannover, Welfengarten 1, Raum F 428, Montag 17.30 Uhr

Studien zu vorschulischen Bildungsprozessen betonen die besondere Rolle von Mengen- und Zahlenwissen für das schulische Mathematiklernen. Neben spezifischen Vorläuferfertigkeiten benötigt erfolgreiches Mathematiklernen aber auch andere Ba-siskompetenzen wie den „Struktursinn“, kurz umschrieben als kompetentes Umgehen mit mathematischen Mustern und Strukturen. In einer längsschnittlich angelegten Studie im Rahmen eines Dissertationsprojekts wurde der Zusammenhang zwischen Kompetenzen bzgl. Mustern und Strukturen und der Zahlbegriffsentwicklung am Schulanfang sowie die Prädiktorleistung von Musterkennungs- und Strukturierungs-fähigkeiten auf die Mathematikleistung am Ende des 2. Schuljahres untersucht. Im Vortrag werden die Ergebnisse der Studie vorgestellt, der Begriff des Struktursinns entwickelt und mit Inhalt gefüllt.

25.01.2010, Analyse des Löseverhaltens bei geometrischen Aufgaben unter Einsatz von DGS

25.01.2010, Dirk Brockmann-Behnsen, IDMP Leibniz Universität Hannover, Welfengarten 1, Raum F 428, Montag 17.30 Uhr

In einer explorativen Studie mit vier Schülerinnen und Schülern wurde das Löseverhalten geometrischer Aufgaben unter Einsatz der dynamischen Geometriesoftware geogebra untersucht. Kernfrage der Untersuchung war, inwiefern die Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Funktionen der DGS als heuristische Hilfsmittel nutzen. Auch die von Arzarello (2002) beschrieben Umkehrpunkte im Löseprozess der Aufgaben war Gegenstand der Untersuchung.

26.04.2010, Didaktische und fachliche Anmerkungen zum Austauschverfahren

26.04.2010, Dr. G. Richter, i.R., ehemals IfD der HS Vechta, Welfengarten 1, Raum F 428, Montag 17.30 Uhr

Bezugnehmend auf die "Expertise zum Mathematikunterricht ... " von BORNELEIT et al. wird der Einsatz des Austauschverfahrens (AV) im Mathematikunterricht diskutiert. Dazu wird zunächst das AV mit Anwendungen (z.B. Unabhängigkeit von linearen Funktionen, Lösung linearer Gleichungssysteme mit typischer Lösungsstruktur, "Eckenalgorithmus" in der linearen Optimierung etc.) vorgestellt. Anschließend werden Aspekte des genannten Positionspapieres im Zusammenhang mit dem AV betrachtet. Die "positiven Seiten" des AV aber auch die "Gefahren" bei der Verwendung des AV werden benannt.

04.05.2010, Sonderveranstaltung im Rahmen der Vorlesung "Didaktik der Analytischen Geometrie und Linearen Algebra": Statik von Fachwerken: Lineare Algebra in der Praxis

04.05.2010, Prof. Dr. Harald Löwe, Technische Universität Braunschweig, Hauptgebäude Welfengarten 1, F 428 (4. Ebene), Dienstag 14:15 bis 15:00 Uhr

Prof. Dr. Harald Löwe (Technische Universität Braunschweig / Institut Computational Mathematics) Statik von Fachwerken: Lineare Algebra in der Praxis Fachwerke als besonders einfache Stabtragwerke sind bereits der Oberstufen-Mathematik zugänglich. Sowohl in der Theorie als auch im Experiment kann hierdurch die Anwendung linearer Algebra praxisnah erlebt werden. Da die auftretenden Gleichungssysteme auch bei einfachen Fachwerken bereits recht groß sind, bietet sich (nach der Beherrschung der grundlegenden Rechenfertigkeiten) der Einsatz eines CAS an. Glücklicherweise lassen sich die Lösungen etwa mit dem Ritterschen Schnittverfahren auch überprüfen. Am Beginn des Vortrags steht eine kurze Einführung in die mathematische Modellierung von Fachwerken, wobei wir dabei auch die "Wirklichkeitsnähe" unter die Lupe nehmen. Anhand exemplarischer Beispiele lernen wir anschließend Möglichkeiten zur "rechnerfreien" Lösung des Problems kennen. Möglichkeiten zur experimentellen Umsetzung des Gelernten werden wir am Schluss behandeln.

17.05.2010, Perspektiven fachdidaktischer Forschung für Mathematik und Naturwissenschaften

17.05.2010, Prof. Dr. Harald Gropengießer, IDN Leibniz Universität Hannover, Welfengarten 1, Raum F 428 (4. Ebene), Montag 17:30 Uhr

Das Feld der fachdidaktischen Forschung wird abgeschritten und mit Forschungsgegenständen markiert. Dabei werden ausgewählte Methoden wie Interview, Vermittlungsexperiment und retrospektive Befragung an Beispielen vorgestellt. Weiterhin wird das Modell der Didaktischen Rekonstruktion als eine praktische Theorie für fachdidaktische Forschungsfragen vorgestellt.

31.05.2010, "Kontextorientierung" im Physikunterricht - von der Alltagsphysik bis zum Authentischen Lernen

31.05.2010, Prof. Dr. Andreas Müller, INnB Universität Koblenz-Landau, Welfengarten 1, Raum F 428 (4. Ebene), Montag 17:30 Uhr

Nach einem einführenden Überblick über Kontextorientierung im Physikunterricht werden zwei Arten von Ergebnissen vorgestellt: Zum einen Arbeiten zur "Alltagsphysik" (Alltagskontexte), d.h. den Ansatz, physikalisches Geschehen möglichst schülernah und zu­gleich fachlich interessant als Teil der Lebenswirklichkeit erfahrbar zu machen; eingeschlossen sind insbesondere Freihand-Experimente und Verbindungen zu anderen Disziplinen (z.B. Biologie und Geowissenschaften). Zum anderen empirische Untersuchungen und die Weiterentwicklung didaktischer Konzepte zum "authentischen Lernen", d.h. solches Lernen, bei dem von den Lernenden ein Bezug zu ihnen selbst und ihrem Leben hergestellt werden kann . Dies hat Konsequenzen sowohl für den Aufbau von Wissen und Verständnis wie für die Entwicklung von Motivation. Ein Leitgedanke bei diesen Untersuchungen ist die Verbindung guter fachdidaktischer Praxis mit einer theoretischen und empirischen Fundierung in der pädagogischen Psychologie: Es werden verschiedene Versuche zur Verwirklichung dieses Ansatzes und deren Resultate beschrieben (z.B. Lernen anhand von Zeitungsartikeln, Comics, u.a.m.). Die beiden Arbeitsrichtungen haben einen unmittelbaren Zusammenhang: Die "Alltagsphysik" steht (in dem üblichen Verständnis) mehr für die physikalische Seite und die Seite der Materialentwicklung innerhalb der Fachdidaktik, das "Authentische Lernen" mehr für die lernpsychologische Seite und die Untersuchung von Lernprozessen; gemeinsam ist beiden der Alltags- und Selbstbezug als ein wesentlicher Gedanke. Abschließend wird auf Perspektiven eingegangen, die sich aus möglichen Verbindungen der beiden Richtungen ergeben.

 07.06.2010, Physik als Erfahrungswissen - ein Plädoyer für eine investigative Experimentierkultur im Unterricht

07.06.2010, Dr. Florian Theilmann, Universität Potsdam, Welfengarten 1, Raum F 428 (4. Ebene), Montag, 17:30 Uhr

Schulphysik soll zwar Spaß machen und alltagsrelevant sein, letztlich aber auf die echte Physik vorbereiten. Inhaltlich heißt eine solche Perspektive, dass Lehrpläne und Lehrmittel eine bestimmte Systematik implementieren - und Experimente im Unterricht in irgendeiner Form dieser Systematik dienen sollen. Im Vortrag wird dafür argumentiert, der spezifissch naturwissenschaftlichen Art der Erkenntnisgewinnung, die im explorativen Experimentieren (F. Steinle) liegt, einen größeren Raum einzuräumen. Dabei verschiebt sich der üblich-bewährte Verständnisrahmen vom Verhältnis von Physik, Mathematik und Experiment zueinander – aber es entstehen spannende Moment und Anregungen für die Unterrichtspraxis und neue Aussichten auf Lehrvorgänge und Kompetenzen im Physikunterricht.

28.06.2010, Bericht aus aktueller empirischer mathematikdidaktischer Forschung

28.06.2010, Prof. Dr. Thomas Gawlick und Frau Diemut Lange, Leibniz Universität Hannover, Welfengarten 1, Raum F 428 (4. Ebene), Montag 17:30 Uhr

Zur Vorhersage des Problemlöse-Erfolgs in MALU wurden die allgemeine und die mathematische Begabung als Prädiktoren erhoben. Die Varianzaufklärung ist unbefriedigend und bleibt hinter der durch die Mathe-Vornote (als Indikator für Vorwissen) zurück. Vergleichbar schlechte Ergebnisse zeigte die nationale PISA - Ergänzungsstudie zum (fächerunabhängigen!) Problemlösen, die im Vergleich zur MALU - Studie diskutiert werden.

Eine mögliche Ursache für die unbefriedigende Varianzaufklärung der MALU - Problemlöseaufgaben durch die individuellen Prädiktoren könnte in den Kooperationseffekten beim Bearbeiten der MALU -Aufgaben liegen – bei PISA ist die individuelle Varianzaufklärung deutlich besser. Wir haben daher sowohl MALU- als auch PISA - Problemlöseaufgaben individuell bearbeiten lassen -- mit überraschenden Ergebnissen.

Die MALU -/ Paar - / Problemlöseprozesse wurden weiter mittels strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse (Mayring) hinsichtlich der auftretenden Kooperationshandlungen untersucht. Im Fokus des Vortrages steht das methodische Vorgehen, insbesondere die Ergänzung der deduktiv auf der Grundlage der Dissertation von Naujok (2000) gewonnenen Kooperationshandlungen durch induktiv am empirischen Material gewonnenen.

Diese werden im Kontext des MALU-Settings und des Problemlösens diskutiert.

Nanaophysik in der Schule

08.11.2010 Aleksandra Kraynova, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg / Kurt-Schwitters-Gymnasium Misburg, Welfengarten 1, Raum F 428, Montag 17.30 Uhr

Im Nanokosmos (nano = griechisch: Zwerg) gelten Naturgesetze, die wir ausunserem Alltag nicht kennen. Die Nanoobjekte zeigen neuartige physikalische, chemische oder biologische Eigenschaften, die den Wissenschaftlern ganz neue Möglichkeiten bieten. In Wirtschaft und Industrie entstehen vollkommen neue Berufszweige, die dem Nanokosmos seine Geheimnisse entlocken und diese für uns alle nutzbar machen sollen. Nanoscience boomt heute überall in den Medien.
Doch ist Nanoscience ein Thema für den Schulunterricht? Moderne Themen der Physik als Nanoscience findet man im Physikunterricht noch selten. Mit Hilfe des Modells der Didaktischen Rekonstruktion wurden Fragen nach dem Vermittlungswert und der Umsetzbarkeit im Schulunterricht analytisch und empirisch untersucht. Das Projekt ist in das Promotionsprogramm ProDid der Universität Oldenburg eingebunden und wird vom Land Niedersachsen gefördert.

Repräsentationen mathematischer Sachverhalte in der Primarstufe

06.12.2010 Prof. Dr. Klaus Hasemann, IDMP, Leibniz Universität Hannover, Welfengarten 1, Raum F 428, Montag 17.30 Uhr

Die mentale Situationsmodellierung ist für die Entwicklung von Vorstellungen der Kinder über Zahlen, das Rechnen, geometrische Objekte und ganz allgemein für den Aufbau ihrer mathematischen Kompetenzen von großer Bedeutung. Im Vortrag werden hierzu Beispiele und Sachverhalte aus empirischen Untersuchungen mit Vor- und Grundschulkindern vorgestellt und mit Blick auf das Lehren und Lernen von Mathematik in der Primarstufe analysiert.

Aufgabenkultur vor dem Hintergrund von Computereinsatz und Bildungsstandards

13.12.2010 Dirk Tönnies, IGS List, Welfengarten 1, Raum F 428, Montag 17.30 Uhr

Seit 2006 haben Kerncurriula die alten Rahmenrichtlinien in Niedersachsen abgelöst. Diese neuen Lehrpläne brachten große Veränderung für den Unterricht mit sich. Wie weit stimmten allerdings die Inhalte des „alten“ Unterrichts mit diesen neuen Vorgaben überein? Zur Untersuchung dieser Frage wurde ein Jahr lang in Gymnasien, Realschulen und Hauptschulen hospitiert und der Unterricht mithilfe einer Aufgabenklassifikation ausgewertet. Die untersuchten Schulen haben zu diesem Zeitpunkt an einem Notebookprojekt von N21 teilgenommen. So war es außerdem möglich Auswirkung des Notebookeinsatzes auf den Unterricht zu untersuchen. Im Vortrag sollen Ergebnisse dieser Datenerhebung vorgestellt und Konsequenzen in Hinblick auf die weitere Umsetzung der Kerncurricula angesprochen werden.

 

Löseverhalten geometrischer Problemaufgaben mit und ohne den Einsatz von DGS

13.12.2010 Dirk Brockmann-Behnsen, IDMP, Leibniz Universität Hannover / Bismarckschule Hannover, Welfengarten 1, Raum F 428, Montag 17.30 Uhr

Es wurden vier Paare von Schülerinnen und Schülern beim Lösen von drei geometrischen Problemaufgaben mit bzw. ohne den Einsatz von dynamischer Geometriesoftware untersucht. Dabei wurde der Frage nachgegangen, ob (unter Berücksichtung des noch beschränkten Umfangs der untersuchten Prozesse) ein für den Löseprozess  positiver Effekt durch den Einsatz der dynamischen Geometriesoftware zu verzeichnen ist.

Sondervorträge im Rahmen des Didaktischen Kolloquiums

  • 10:00 Uhr, Thema wird noch bekannt gegeben
    Prof. Dr. Reinhard Oldenburg, Goethe Universität Frankfurt
  • 12:00 Uhr "Was soll man denn noch ohne Rechner können?" -Mathematisches Grundwissen und Technologieeinsatz
    Vertret.-Prof. Dr. Guido Pinkernell, Universität Köln
  • 15:00 Uhr, Thema wird noch bekannt gegeben
    Jun.-Prof. Dr. Bettina Rösken, Ruhr-Universität Bochum 

Ort der Vorträge: C109
Welfengarten 1, Leibniz Universität Hannover

Tel.: 0511/762-5952 (Sekretariat) oder 762-4752 (Lange); Fax: 0511/762-5748

e-Mail: langeidmp.uni-hannover.de

 

Seminar: „Der Winkel im Mathematikunterricht auf dem Hintergrund der drei Grunderfahrungen nach Heinrich Winter"

  • 09:30 Uhr Prof. Dr. R. Oldenburg: 
  • 11:30 Uhr Vertr.-Prof. Dr. G. Pinkernell
  • 14:30 Uhr Jun.-Prof. B. Rösken

Das Seminar findet wie die Vorträge in C109 statt.