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Didaktisches Kolloquium

Vorträge

 

Ort der Vorträge

Welfengarten 1, F 428 (4. Ebene)
Zeit aller Vorträge: Montag 17:30 Uhr
ab 17:00 Uhr Kaffee & Kekse (Räume des IDMP)

 

Experimentieren an finnischen, deutschen und schweizer Schulen: Auf der Suche nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten

10.01.2011 Dipl. Phys. Johannes Börlin, Zentrum für Naturwissenschafts- und
Technikdidaktik, Pädagogische Hochschule Nordwestschweiz, Welfengarten 1, Raum F 428, Montag 17.30 Uhr

Im Rahmen der Videostudie "Quality of Instruction in Physics" (QuIP) werden Merkmale gelingenden Physikunterrichts in den Ländern Finnland, Deutschland und der Schweiz untersucht. Dazu wurden 99 Doppelstunden in Klassen des 9. Schuljahres aller Schultypen zum Thema "Zusammenhang zwischen elektrischer Energie und Leistung" videographiert.

Schwerpunkt des Beitrags bildet die Analyse experimenteller Handlungsmuster auf der Sicht- und Tiefenstrukturebene. Ausgehend von theoretischen Überlegungen zu einer Qualität experimentellen Handelns werden Ergebnisse der Sichtstruktur sowie die Kategorien zur Tiefenstrukturkodierung vorgestellt.

Über Fehler und Fehlererkennung beim Bearbeiten mathematischer Probleme

Prof. Dr. Frank Heinrich, TU Braunschweig, Welfengarten 1, Raum F 428, Montag 17.30 Uhr

Die (Fort)Entwicklung der Fähigkeit, mathematische Probleme zu lösen, zählt seit längerem als wichtiges und weithin anerkanntes Ziel von Mathematikunterricht. Diese Zielstellung ist seit TIMSS wieder stärker in den Vordergrund mathematikdidaktischer Diskussionen geraten.

Überlegungen wie die Problemlösefähigkeit (besser als bisher) gefördert werden kann, können an verschiedenen Stellen ansetzen. Ein grundlegender Ansatzpunkt besteht im Erkennen von und im Umgehen mit Fehlern und Defiziten von Lernenden beim Bearbeiten mathematischer Probleme.

Diese Thematik wird im Vortrag unter zwei Aspekten behandelt. Zum einen werden durch empirische Erkundungsstudien herausgearbeitete Verhaltensweisen von Problembearbeitern vorgestellt, die das Finden einer Lösung be- oder verhindern. Lehrende können dadurch Anregungen erhalten, welchen lösungshinderlichen Verhaltensweisen (durch  Mathematikunterricht) entgegenzuwirken wäre.

Zum anderen werden Befunde vorgelegt, wie es Problembearbeitern gelingt, eigene Fehler und Defizite selbst zu erkennen und ggf. zu beheben. Entsprechende Ergebnisse können möglicherweise Hinweise auf die Art und auf das erforderliche Ausmaß an Lehrerhilfe im Hinblick auf einen produktiven Umgang mit Fehlern im Kontext des Problemlösens erbringen.

Bei den vorgestellten Befunden handelt es sich im Wesentlichen um Analyseergebnisse von Problembearbeitungsprozessen von Sekundarstufenschülerinnen und –schülern.