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30.05.2010, Benjamin Rott und Diemut Lange, Leibniz Universität Hannover, Welfengarten 1, Raum F 428 (4. Ebene), Montag 17:30 Uhr

Problemlöseprozesse in der überschulischen Fünftklässler-AG MALU – Untersuchung heuristischer Vorgehensweisen, Benjamin Rott

Ein wichtiger Aspekt beim (mathematischen) Problemlösen ist der Einsatz heuristischer Techniken und Verfahren – die Theorie lässt daran keinen Zweifel. Doch welchen Einfluss hat die Verwendung von Heurismen tatsächlich und wie stellt man dies empirisch fest? Diesen Fragen wird im Zuge der Auswertung der MALU-Daten (Videos der Problembearbeitungsprozesse von Fünftklässlern) nachgegangen, der Vortrag liefert einen Einblick in die aktuelle Forschung des IDMP.

 

Inwiefern kann Kooperation zum Bearbeitungserfolg beitragen? - Ergebnisse einer empirischen Studie zur Kooperation beim Problemlösen, Diemut Lange

Der Einsatz von Kooperation beim Lernen oder beim Bearbeiten von Problemaufgaben lässt sich u.a. damit begründen, dass gemeinsam mit Partnern vielfältigere Ideen exploriert werden können als alleine. Doch ist dies das einzige Potential, das der Kooperation zugesprochen wird? Und inwiefern lässt sich ein Zusammenhang zwischen der Kooperationsweise und einem bestimmten Potential erkennen? Einen ersten Aufschluss können Lerntheorien geben, die sich dahingehend unterscheiden, welche Rolle dem Partner beim Lernen beigemessen wird.

Im Rahmen einer Studie zur Kooperation beim Problemlösen wurden diese beiden Fragen näher untersucht. Mit Hilfe der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2008) konnten die Bearbeitungsprozessverläufe von Fünftklässlerpaaren in verschiedene Kooperationshandlungen und Phasen der Nicht-Kooperation eingeteilt werden. Um das Bearbeitungserfolgspotential einer Kooperationshandlung bestimmen zu können, wurde jede kodierte Transkriptstelle nun erneut kodiert – und zwar hinsichtlich des Bearbeitungserfolges. Im Vortrag wird dieses Kodiervorgehen erläutert und erste Ergebnisse zu den oben gestellten Fragen vorgestellt und diskutiert.