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EmIR

Übergeordnetes Ziel schulischer Bildung in den naturwissenschaftlichen Fächern ist die Vermittlung einer naturwissenschaftlichen Grundbildung. Für das Fach Physik beinhaltet dies die Forderung nach einem kompetenten Umgang mit den vier sogenannten Basiskonzepten, unter Anderen dem Basiskonzept Energie. Während Lernende wenige Schwierigkeiten mit den Aspekten Energieformen und Energieumwandlung haben, sind beim Lernen von Energieentwertung und insbesondere von Energieerhaltung größere Verständnisschwierigkeiten zu beobachten. Ein Grund hierfür ist, dass der bei Entwertungsprozessen auftretende Energiestrom in die Umgebung unsichtbar bleibt. Bspw. ist die Temperaturerhöhung, die bei Reibungsprozessen auftritt, häufig nicht mit traditionellen Thermometern messbar. Hier zeigt sich der Einsatz eines digitalen Messgerätes mit größerer Empfindlichkeit als sinnvoll. Digitale Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und werden vermehrt in Lehr-Lernkontexten eingesetzt. Jedoch kann bei ihrem Einsatz nicht von einer Lernwirksamkeit des Mediums selbst ausgegangen werden, für eine Steigerung des Lernerfolges ist eine Abstimmung auf den Lehr-Lernprozess notwendig. Wenn dies gelingt, führen digitale Medien zu einer Unterstützung in der Verständnisentwicklung in den Naturwissenschaften. In den naturwissenschaftlichen Fächern bspw. werden digitale Lehr-Lernmedien zur Verdeutlichung von Mechanismen eingesetzt, die komplexen Phänomenen zugrunde liegen.

In dem Projekt EmIR wird die Wirkung eines entwickelten Energielehrgangs mit und ohne Wärmebildkamera im schulischen Umfeld beforscht. Der Lehrgang fokussiert auf Entwertungsprozesse und verwendet das digitale Medium Wärmebildkamera. In diesem Zusammenhang wird innerhalb von zwei Studien der Effekt des Lehrgangs mit und ohne Wärmebildkamera auf die Verständnisentwicklung von Energie, insbesondere Energieentwertung, untersucht. Dabei wird auch zwischen dem Einsatz der Wärmebildkamera lediglich als weiteres Messinstrument und dem Einsatz der Wärmebildkamera unter mediendidaktischer Einbettung unterschieden.

Beteiligte Personen: Susanne Weßnigk, Larissa Greinert